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Isoliergläser für Wärmeschutz, Sonnenschutz, Schallschutz und Sicherheit - GDG Sanco


Die Geschichte des Isolierglases

Heutiges, modernes Isolierglas kann auf eine lange Entwicklungsgeschichte zurückblicken: Nachdem bereits im Jahr 1865 ein US-Patent zu Isolierglas vorlag, begann die industrielle Herstellung Mitte des 20. Jahrhunderts. Anfangs wurden die beiden Scheiben mit Hilfe eines Bleistegs verlötet oder direkt als Ganzglas-Einheit randverschweißt.

Bald jedoch, ab Ende der sechziger Jahre, setzte sich der organisch geklebte Randverbund auf breiter Front durch. Ursprünglich wurde nur am Abstandhalterrücken versiegelt. Mit den gasgefüllten Scheiben wurde begonnen, eine zusätzliche primäre Dichtstufe an den Abstandhalterseiten (Butyl) aufzubringen. Dies war zum einen notwendig für eine bessere Dichtheit und eine längere Nutzungsdauer, zum anderen für die Industrialisierung des Herstellprozesses, bei dem das Butyl als Montagehilfe dient. Mit dem industriell hergestellten Mehrscheiben-Isolierglas war es möglich, die Einfach-Verglasung in beheizten Gebäuden auf breiter Front zu verdrängen.

Sonderproduktion GDG Sanco Isolierglas

GDG SANCO Isolierglas

GDG SANCO Isolierglas wird aus zwei oder mehreren Float- oder Spezialgläsern mit Hilfe von Abstandhaltern und Dichtmasse zusammengebaut. Heute ist der zweistufig geklebte Isolierglas-Randverbund Stand der Technik. Der zum Scheibeninnern hin perforierte Abstandhalter (Alu oder GDG SANCO ACS) wird mit hochwirksamem Trocknungsmittel gefüllt. Der Scheibenzwischenraum ist gefüllt mit einem speziellen Wärmedämmgas oder mit getrockneter Luft. Zur Abdichtung des Scheibenzwischenraums gegen eindringenden Wasserdampf und gegen Gasverlust wird der Abstandhalterrahmen beidseitig lückenlos mit einem dauerelastischen Dichtstoff auf der Basis von Polyisobutylen (Butyl) versehen. Butyl hat eine äußerst geringe Wasserdampf-Diffusionsrate.

Zusätzlich wird der verbleibende Raum außerhalb des Abstandhalterrahmens bis zu den Scheibenkanten mit dauerelastischem Dichtstoff (Polysulfid) ausgefüllt. Die Qualität des Randverbunds bestimmt die Lebensdauer der Isolierglaseinheit. Bei fast allen GDG SANCO Isolierglas-Typen ist mindestens eine der Scheiben im Scheibenzwischenraum mit einer hauchdünnen fast unsichtbaren Beschichtung versehen. Durch unterschiedliche Glasaufbauten lassen sich Anforderungen in den Bereichen Schallschutz, Sonnenschutz, Sicherheit und temporärem Sonnenschutz problemlos erfüllen.

GDG SANCO Isolierglas liefert einen wertvollen Beitrag zum Klimaschutz. Gerade in Sachen Wärmedämmung gab es in den letzten 25 Jahren eine rasante Entwicklung. Der sehr schlechte Wärmedurchgangskoeffizient von Einfachverglasung (Ug = ca. 6,0 W/m²K) konnte durch luftgefülltes Zweifachisolierglas zwar auf ca. 3,0 W/m²K verbessert werden. Dies ist jedoch ein Wert, der für die heutigen Energiespar- und Komfortanforderungen schon lange nicht mehr ausreicht. Mit der 1. Wärmeschutzverordnung im Jahr 1995 erfolgte ein nahezu sprunghafter Wechsel auf GDG SANCO Isolierglas mit Low-E-Beschichtung und Edelgas-Füllung, mit Wärmedurchgangskoeffizienten Ug von 1,4W/m²K und besser. Heute sind durch optimierte Beschichtungen und Edelgasfüllungen bei Zweifachisoliergläsern Ug-Werte bis 0,9 W/m²K machbar.

Gängig ist unser GDG SANCO Plus mit Ug-Werten von 1,1 bis 1,0 W/m²K. Doch verschärfte gesetzliche Anforderungen nach höherer Wärmedämmung der Gebäudehüllen zur Energieeinsparung und damit zum Klimaschutz treiben die Isolierglas-Entwicklung voran. Die Passivhaus-Technologie fordert Fenster mit Uw-Werten von 0,8 W/m²K oder besser. Das ist ohne GDG SANCO Plus Dreifachisolierglas mit dem Ug-Werte von 0,8 bis 0,4 W/m²K erreicht werden können, nicht möglich. Zunächst mit kleinen Anteilen begonnen, setzt sich heute der Trend zu GDG SANCO Dreifachisoliergläsern ungebrochen fort. Mit den nächsten Stufen der Energieeinspar-Verordnung (EnEV) soll bis 2020 Zug um Zug das „Nullenergiehaus“ zum Neubau-Standard werden. Großflächige Glasarchitektur ist dann nur noch mit hochdämmenden Wärmedämmverglasungen machbar.